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Ergebnisse der Malidiven Expedition. Auszug aus dem Expeitionsbericht an den Bundesumweltminister von 2007: Zusammenfasssung:
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Die Korallenriffe der Malediven erholen sich, jedoch verlangsamt.
Zur Zeit der Expedition lag die Lebendbedeckung mit Steinkorallen im
Durchschnitt bei 30-35% mit großen geographischen Unterschieden von
5-10% (Süd-Male-Atoll, Gulhi) bis 60-80%( Ari-Atoll,
Kandholhudhoo). Der Riffuntergrund vieler Abschnitte - auch bei Kandholhudhoo - war noch wenig durch inkrustierend wachsende Organismen |
![]() Im Zuge der Expedition Maldives 2007 untersuchte Riffe,
© Riffschutz-Malediven e.V. |
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| (koralline Algen,
Steinkorallen oder Hydrokorallen) verfestigt, so dass ein dauerhaft
ungestörtes Wachstum höher aufragender Korallen, z.B. säulen-, baum-
und tischförmiger Arten fraglich ist.Nur sie können die ehemals
räumliche Struktur der Riffe, die durch fortschreitende Erosion der
1998 abgestorbenen Anteile in den letzten Jahren zu einem
Zusammenfallen derselben geführt hat, wieder neu aufbauen. An Riffstandorten mit guter Bedeckung haben sich die ursprünglich von Geweihkorallen (Acropora) dominierten Korallengemeinschaften (vor 1998) erholt. Andernorts waren die Porenkorallen, speziell Porites rus und Pfauenkorallen Pavona varians vorherrschend. Insgesamt konnten etwa 100 verschiedene Arten gefunden werden. Korallen der Gattungen Stylophora und Seriatopora gelten weiterhin als verschollen. Dennoch können sie nicht als „ausgestorben bei den Malediven“ klassifiziert werden, da sie in Inselpopulationen überlebt haben könnten. ![]() Benthic community structure at reef-sites, Expedition Maldives 2007 Die Anzahl der Acropora Steinkorallen Neuansiedler war an allen untersuchten Standorten gering. In Proben von Steinkorallen konnten Ei-Spermien-Bündel nachgewiesen werden, die ein bevorstehendes Korallenlaichen ankündigten, welches nach dem Ende der Expedition eintrat. Nach einvernehmlicher Meinung der Expeditionsteilnehmer sollten bei zukünftigen Expeditionen die Erforschung von Chronologie und Saisonalität der Steinkorallenvermehrung sowie die Auslotung ihres Potentials bei der Regenerationsförderung der Korallenriffe Priorität haben. Neue Korallenkrankheiten und –feinde konnten wiederholt beobachtet werden. Der korallentötende Schwamm Terpios war vor der Korallenbleiche bei den Malediven kaum vertreten und gilt heute als schwerer Riffschädling. Er tritt oft in großen Beständen von Porites rus auf, überwächst und tötet aber auch alle andere Korallen und Bodenlebewesen. Bestimmte Varianten der Gelbbandkrankheit an Korallen wurden erstmalig bei den Malediven dokumentiert. Weichkorallen waren nach 1998 in den oberen Riffbereichen durch das Bleichen stark betroffen und sind hier jetzt noch auf etwa 10% ihrer ursprünglichen Häufigkeit reduziert. Erst in den Tiefenzonen unter 5 m werden sie deutlich häufiger. Die Daten der Fischzählungen müssen noch mit den endgültigen Daten der Korallenbedeckung korreliert werden um Wechselwirkungen deutlich zu machen. Doch wichtige Hinweise für eine fortbestehende Schädigung der Riffökosysteme zeigen schon die Untersuchungen der mit Steinkorallen vergesellschafteten Meergrundeln. Die Anpassung der Fische an ihre Wirtskorallen geht soweit, dass sie ohne diese nicht existieren können. Da die Artenvielfalt dieser Grundeln bei den Malediven jetzt deutlich niedriger als in anderen tropischen Regionen (Rotes Meer und Pazifik) war, legt dies nahe, dass die Anzahl und Artenfülle ihrer Wirtskorallen deutlich eingeschränkt ist. Auch die ungewöhnliche Beobachtung, dass häufiger mehrere Brutpaare dieser Fische oder bis zu drei verschiedene Arten in ein und derselben Wirtskoralle anzutreffen waren, sprechen für einen derartigen Lebensraumverlust. Ähnliche Hinweise ergeben sich aus den Untersuchungen der auf Wirtsanemonen angewiesenen Clownfische (Anemonenfische). Es wurden überhaupt keine Riffanemonen gefunden, die nicht von Anemonenfischen besetzt waren, so dass keine Symbiosen zwischen so genannten Partnergarnelen und Wirtsanemonen mehr wie vor 1998 beobachtet werden konnten. Außerdem wurden ungewöhnlicherweise Wirtsanemonen mit zwei verschiedenen Clownfischarten der Malediven angetroffen, was ebenso für einen „Anemonenmangel“ spricht. Die Riffanemonen hatten bei der Korallenbleiche ähnlich schwer gelitten wie die meisten Stein- und Weichkorallenarten. Eine Art, die früher häufige und weit verbreitete „Lederanemone“ blieb bis heute verschollen. Die Daten der
Expedition werden zurzeit wissenschaftlich
bearbeitet. Bei Intresse an den Daten nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Weitere Ergebnisse zu Teilprojekten der Expedtiton finden sich im Bufus Info 37:
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